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5.
Oktober 2009
Blickpunkt
Schwalm
und
wieder Schwalmstadt:
Nazis
prügeln auf Andersdenkende ein
In
der Nacht zum 27. September 2009 wurden Gäste einer alternativen
Kneipe in Schwalmstadt-Treysa Opfer eines Überfalls rechtsextremistisch
motivierter Schläger. Drei Verletzte mussten im Krankenhaus
behandelt werden. Wer hoffte, die Verurteilungen der letzten Monate
und die schleppend aufgestellten Projekte gegen Rechts könnten
Wirkung zeigen, wird enttäuscht.
Es
ist am frühen Morgen des 27. September, dem Wahlsonntag, als
sich vor einer Szenekneipe in Schwalmstadt acht Faschos sortieren.
Als ein 23-jähriger Kneipenbesucher die Kneipe verlässt,
wird er von der Gruppe ohne weitere Auseinandersetzung angegriffen.
Ein 32-jähriger Gast sowie der 38-jährige Wirt der Gaststätte
wollen dem jungen Mann helfen, werden aber ebenfalls durch Tritte
und Schläge verletzt. Die drei Verletzten müssen im Krankenhaus
behandelt werden.
Die Täter fliehen. Sie könnten nach verschiedenen Aussagen
von der Geburtstagsfeier eines örtlich bekannten Neonazis gekommen
sein. Der Haupttäter wird auf 18 bis 20 Jahre geschätzt,
er trug nach Zeugenaussagen ein T-shirt mit dem Symbol "88",
umrahmt von einem Eichenlaubkranz, außerdem Hosenträger
in den Farben schwarz-weiss-rot.
Die
Polizei machte den Vorfall nicht öffentlich. Die täglichen
Pressemeldungen der örtlichen Polizeidirektionen kann man als
interessierter Bürger auch im Internet einsehen. Dort erfährt
man von gestohlenen Landmaschinen oder Verkehrsunfällen, über
diese Straftat erfuhr der Bürger jedoch nichts. Eine Anfrage
der Frankfurter Runschau (www.fr-online.de)
machte den Übergriff bekannt. Heute berichtet auch die örtliche
Tageszeitung HNA (www.hna.de).
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15.08.09:
Nazi-Kleber in Wasenberg
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Nach
dem Bericht der örtlichen Tageszeitung gibt es entgegen erster
Meldungen nun doch Hinweise auf die geflüchteten Täter.
Einige der beteiligten Rechtsextremisten werden danach einer Gruppe
aus dem Raum Wasenberg und Florshain, Dörfer südlich von
Schwalmstadt, zugeordnet. Den Opfern will die Polizei nach Angaben
der Presse nun Fotos von bekannten Rechtsextremen vorlegen, um die
Angreifer zu identifizieren.
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28.09.09:
Nazi-Kleber in Schwalmstadt
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Uns
erreichten zuletzt im August Hinweise auf rechtsextremistische Aktivitäten
in Wasenberg. Der kleine Ort in der Schwalm war im August mit ungezählten
Aufklebern verseucht worden, überwiegend Huldigungen für
den Hitler-Stellvertreter Rudolf Hess. An Nachschub solchen Materials
mangelt es den Nazis in der Schwalm seit Jahren nicht. Auch aufmerksame
Stadtreiniger konten in der Schwalm bis heute nicht verhindern,
dass immer wieder neue Hass-Propaganda an Straßenschildern
und Laternenpfosten prangt.
Stephan
Siebrecht, antimanifest
Pressemeldungen
zum Thema:

Überfall
auf Nazi-Gegner - Rechte verprügeln Kneipengäste
Frankfurter Rundschau online am 05.10.2009

Nach
dem Kneipenbesuch von rechten Schlägern verprügelt
Hessische-Niedersächsische Allgemeine,
HNA
online am 05.10.2009
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Überfall
auf Nazi-Gegner - Rechte verprügeln Kneipengäste
von
Joachim F. Tornau und Carsten Meyer
Erneut
haben Neonazis im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis Andersdenkende
attackiert. Vor einer Kneipe in Schwalmstadt-Treysa, die
als Treffpunkt von Linken bekannt ist, wurden der 38-jährige
Wirt und zwei Gäste zusammengeschlagen. Der Vorfall
ereignete sich bereits am 27. September, wurde von der Polizei
aber erst jetzt auf Anfrage der Frankfurter Rundschau mitgeteilt.
Nach Angaben der Opfer habe sich die achtköpfige Gruppe
der Angreifer frühmorgens vor der Gaststätte aufgehalten,
sagte Polizeisprecher Reinhard Giesa. Als ein 23-Jähriger
die Kneipe verließ, hätten sie unvermittelt auf
ihn eingeschlagen. Auch der Wirt und ein 32-jähriger
Gast, die dem Mann zu Hilfe geeilt seien, hätten Schläge
und Tritte gegen Brust und Kopf einstecken müssen.

Die
Schläger seien von den Zeugen zwar nicht erkannt, aber
"aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbilds
der rechten Szene zuzuordnen". So habe der auf 18 bis
20 Jahre geschätzte Haupttäter schwarz-weiß-rote
Hosenträger sowie ein schwarzes T-Shirt mit einer eichenlaubumkränzten
"88" getragen - in Neonazikreisen stehen die Zahlen
für das verbotene "Heil Hitler". Der Staatsschutz
wolle den Opfern nun Fotos von einschlägig bekannten
Rechtsextremen aus der Region vorlegen, um die Angreifer
identifizieren zu können.
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Nach
dem Kneipenbesuch von rechten Schlägern verprügelt
T-Shirt
mit Eichenlaub umkränzte "88"
Es
war am Sonntag der Bundestagswahl, als in Schwalmstadt
rechte Schläger abermals zuschlugen. Wie die Polizei
auf Anfragen der HNA berichtete, wurden in dieser Nacht
zwischen zwei und drei Uhr drei Personen von rechten Schlägern
verletzt.
Eine
Gruppe von acht Personen hatte sich vor einer linken Szenekneipe
getroffen. Sie sollen von einer Geburtstagsfeier eines
ortsbekannten Rechtsextremen gekommen sein. Als ein 23-Jähriger
die Kneipe verließ und an der Gruppe vorbeigehen
wollte, wurde er unvermittelt angegriffen. Ein 32-jähriger
Gast und der 38-Jährige Wirt, die dem Mann helfen
wollten, wurden ebenfalls mit Schlägen und Tritten
drangsaliert.
Der
Haupttäter, zwischen 18 bis 20 Jahre alt, soll nach
Polizeiangaben ein T-Shirt mit der Zahl 88, eingefasst
in Eichenlaub getragen haben. Die Zahl 88 steht in der
Symbolik der Rechten für Heil Hitler, weil der Buchstabe
H, der achte im Alphabet ist. Weiter soll der Mann schwarz-weiß-rote
Hosenträger getragen haben.
Die
drei Verletzten wurden mit schweren Prellungen im Krankenhaus
in Ziegenhain ambulant behandelt. Nach Angaben der Polizei
sollen die Täter nicht erkannt worden sein. Dem widerspricht
ein Insider der Szene. Seiner Darstellung nach stammten
sie hauptsächlich aus dem Raum Wasenberg und Florshain.
Den drei Verletzten will die Polizei Fotos von bekannten
Rechtsextremen aus der Region vorlegen, um die Angreifer
zu identifizieren.
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